Die erste Regel oder 'Mach Shannon nicht wütend!'

(Mitte Mai 2006, Kalifornien)

Motorengeräusch lockte Shannon ans Fenster. Ja, da waren sie, und pünktlich auf die Minute.
Sie wandte sich vom Fenster ab, um einen letzten, prüfenden Blick in den Spiegel zu werfen. Dann schaute sie bei den Kindern rein, deren Babysitter sie beruhigend anlächelte, fuhr Akela kurz durchs Nackenfell, verabschiedete sich und lief die Treppe herunter.
Kevin kam, auf dem Weg ins Bad, noch vor ihr an der Tür vorbei und öffnete.
"Shannyyyyyyyyy!" erscholl es im nächsten Moment durchs Haus. Lachend empfing Shan AJ, der es sich nicht nehmen ließ sie durch die Luft zu wirbeln und an sich zu drücken.
"Du hast zugenommen." AJ warf einen prüfenden Blick auf ihren schon sanft gerundeten Bauch und in ihr Gesicht.
"Das sagst du jedes Mal, seitdem du weißt, dass ich wieder schwanger bin." neckte sie ihn.
Er grinste. "Ich freue mich eben über das süße kleine Bäuchlein und meinen Status als Onkel."
"Du Onkel könntest mir mal lieber helfen..." keuchte Nick an der Tür, der unter der Last verschiedener großer Pakete und eines riesigen Stoffbären wankte.
"Soll ich?" wollte AJ von Shannon wissen.
Sie kicherte. "Tu es lieber, bevor Nicky zusammenbricht."
Wiederstrebend stellte er Shan zurück auf ihre Füße und half Nick, alles auf und neben der nahen Kommode abzustellen.
Sobald Nick die Arme frei hatte, hallte ein neuer Schlachtruf durchs Haus. "Große Schwesteeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeer!"
Shannon lachte laut los, als Nick auf sie zustürmte und sie nicht minder begeistert begrüßte als sein Bandbruder. Überschwänglich drehte sich Nick mit ihr im Kreis.
"Wo sind denn Felan und meine kleine Nichte?" wollte AJ wissen.
"Oben. Und wenn wir Glück haben, schlafen sie trotz des Lärms hier." Kevin, der dabei war sein Hemd zuzuknöpfen, trat zu ihnen. Er warf einen Blick auf die Pakete und den Bären, den AJ festhielt, und schüttelte leicht den Kopf.
"Was bringt ihr uns denn da an?"
"Lauter, in einer Schwangerschaft, nützliche Sachen. Es war Nicks Idee." AJ zeigte mit der Bärenpfote auf seinen Freund.
"Aha..."
"Ja, Ginger meinte, das war ihr alles sehr hilfreich, weißt du?" erklärte Nick mit einem strahlenden Lächeln.
"Aha..." wiederholte Kevin. "Das ist nett... Aber vielleicht kannst du jetzt meine Frau wieder abstellen, damit wir gleich los können."
"Aber ich hab sie doch so lange nicht gesehen." maulte Nick. Ein Blick, mit hochgezogener Augenbraue, von Kevin brachte ihn noch mehr auf. "Ja! Ganze vier Tage!"
"Es waren drei." korrigierte Kevin ungerührt. "Aber wenn du Shan nicht abstellen möchtest, könnt ihr sie schon zum Wagen begleiten. Ich komme gleich nach."
"Jaja, dein 'gleich' kennen wir..." mischte sich AJ ein. "Wir bleiben schön so lang hier stehen, bis der Herr fertig ist." Demonstrativ guckte er auf die Standuhr, die er selbst Kevin geschenkt hatte und die bereits zehn Minuten Verspätung für Kevin anzeigte, denn er war der Einzige hier, der noch nicht bereit war aufzubrechen. Sein weißes Hemd stand halb offen - nicht dass Shannon dagegen etwas einzuwenden gehabt hätte - und seine Füße waren nackt.
Kevin verdrehte die Augen. "Ist schon gut, ich beeil mich." Er verschwand Richtung Wohnzimmer, um kurze Zeit später zurückzukommen und sich suchend umzusehen. "Hat jemand meine Krawatte gesehen?"
"Die hängt im Schrank. Du brauchst keinen Galgenstrick wenn du ausgehst, du hast mich dabei." scherzte Shannon, die inzwischen doch wieder auf eigenen Füßen stand.
"Mit Krawatte wärst du overdressed." stimmte AJ ihr zu. Auch er trug keine, aber ansonsten war er sehr gut angezogen.
"Wir gehen ja nur in den Spider Club. Hätte Lance eine Gala-Veranstaltung aus seinem Geburtstag machen wollen, hätte er einen Saal in einem Hotel gemietet." schloss Nick, der zu einem normalen T-Shirt ein Jackett trug. "Oder willst du uns ausstechen?" Er grinste frech.
Kevin antwortete mit einem schelmischen Schmunzeln. "Das tue ich so oder so, weil ich die schönste Frau des Abends an der Hand haben werde." Er suchte Shans Blick, die rot geworden war, und lächelte sie zärtlich an.
"Okay, alter Süßholzraspler, sieh zu, dass du fertig wirst." AJ fing an, Kevins Hemdenknöpfe zu schließen, bis ihm Kevins, jetzt tödlicher, Gesichtsausdruck auffiel und er inne hielt. "Dann mach du..." entschuldigend nahm er die Finger weg.
Kevin murrte und schloss sein Hemd. "Ihr erinnert mich wieder daran, warum es gut ist, nicht 24 Stunden, sieben Tage die Woche mit euch zu verbringen."
"Yep, wir lieben dich auch Alter, weißt du?" Nick schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter.

Sie schafften es tatsächlich, mit nur einer Viertelstunde Verspätung aufzubrechen. Eigentlich zu früh also, für Backstreet-Verhältnisse. Die Party war im vollen Gange, als sie ankamen. Es standen bereits Dutzende Fotografen vor dem Spider Club, um möglichst viele Stars 'abzuschießen' und zu sehen, wer mit wem kam und mit wem wieder ging.
Shannon wäre, flankiert von drei Backstreet Boys, wohl nicht weiter aufgefallen, wenn ihr Bauch nicht so sanft gewölbt gewesen wäre. Bei einer zierlichen Person wie ihr, konnte man einen kleinen Babybauch nicht in einem Abendkleid verstecken. So kam es denn, dass die Reporter es genau wissen wollten.
"Hey Kevin, wann ist es soweit? Wann kommt der Nachwuchs?" rief einer.
Kevin drehte sich zum Fragesteller um und legte einen Arm um Shans Taille. Er lächelte stolz.
"Wir rechnen Anfang September damit." Er gab Shannon einen leichten Kuss auf den Mund.
Die Reporter tauchten die beiden in ein Blitzlichtgewitter.
Dann wandte sich das Paar dem Eingang des Clubs zu, wo AJ und Nick grinsend warteten.
Kevin zwinkerte Miles Morgan, einem Fotografen, den er schon lange kannte, über die Schulter zu. "Wenn die Fotos was werden, möchte ich ein paar Abzüge davon."
"Du kannst dich drauf verlassen, Kevin." Der Reporter schmunzelte.
"Heute Nacht kursieren die Bilder bereits im Internet, und morgen früh steht in allen Zeitungen, dass ihr wieder ein Baby bekommt, Shanny." feixte AJ.
"Damit können wir gut leben." Shannon lächelte und strich verträumt über ihren Bauch.

Nachdem sie Lance abgefangen und ihm ihr Geschenk überreicht hatten, suchten sie sich einen Tisch. Sie hatten Glück, Kevin entdeckte einen erhöhten Platz im VIP-Bereich, der noch frei war. Mit großem Hallo wurden sie auf dem Weg dorthin immer wieder begrüßt.
Die Stimmung war gut. Bis...
"Oh nein... Da kommt Paris..."
Die Blicke der anderen Drei wandten sich in die Richtung, in die Nick starrte.
Sie kam wirklich, ganz in kanariengelb, und sie brachte einen Hofstaat mit. Ein halbes Dutzend ihrer Freunde und Verehrer umschmeichelte sie und schenkte ihr, was sie so dringend brauchte, Aufmerksamkeit.
"Okay, ich würde vorschlagen, wir sehen sie gar nicht." schlug AJ vor.
"Sehr gute Idee." Shannon hakte sich bei Nick ein und zog ihn mit sich zu ihrem Tisch. "Hey, du wolltest mir doch erzählen, was du von dem neuen Spiel für die Playstation hältst."
Sie sah zurück zu Kevin, der mit schmalen Augen und gerunzelter Stirn noch immer Richtung Paris sah. Klar, in ihm kochte es. Zu dem Gerücht, Nick hätte Paris in ihrer Beziehung geschlagen, kamen verschiedene Interviews, in denen sie über die Backstreet Boys als Gruppe herzog oder Nick - live in einem Radiointerview - als ekeliges Schwein bezeichnete. Und das, nachdem Kevin ihr geraten hatte, seinen kleinen Bruder in Ruhe zu lassen...
"Baby?" versuchte Shan Kevins Aufmerksamkeit zu erregen.
Er zuckte leicht zusammen und drehte sich zu ihr um. "Ich komme, Kleines."
Sie machten es sich an ihrem Tisch so gemütlich wie möglich und ignorierten die Neuankömmlinge, was ihnen schwer genug fiel. Sie wollten sich nicht auf Paris' Level begeben.
Das ging eine ganze Weile gut und ihre Unterhaltung kam wieder in Gang, bis Paris ausgerechnet ihren Nachbartisch ansteuerte, der grade frei wurde. Shannon verdrehte die Augen, als sie das Flüsterstimmchen so nah hörte.
Die Männer sahen einander an.
"Rückzug?" fragte Kevin leise.
Nick schüttelte den Kopf. "Ich lasse mich nicht aus einem meiner Lieblingsclubs verjagen, noch dazu von Lance' Party, nur weil sie anwesend ist."
"Gute Entscheidung." AJ nickte.
"Na schau an wer da ist..." ertönte plötzlich eine fremde Männerstimme. "Wenn das nicht der Kerl ist, der Frauen schlägt..."
Vier tödliche Blicke richteten sich auf den Nachbartisch, an dem Paris verlegen-amüsiert ihr Stimmchen zu einem Lachen erhob.
"Ach, lass doch Bob..." meinte sie weich und legte beschwichtigend eine Hand auf seinen Arm.
Shannon tat unter dem Tisch dasselbe bei Nick. "Lass dich nicht provozieren, kleiner Bruder."
Aber Bob hatte scheinbar nicht genug. "Gut, dass du mit dem Schluss gemacht hast. Ich weiß auch echt nicht, was du je an dem fandest."
Paris kicherte. "Ehrlich gesagt, ich auch nicht."
Das war der Auftakt zu einem angeregten Gespräch von Paris ganzer Truppe, was Nick im Einzelnen getan haben sollte. Mehrfach fielen die Worte 'Kontrollanrufe' und 'heftige Eifersuchtsszenen', bis sie wieder bei Paris' Blutergüssen ankamen.
Shannon war kurz vor einer Explosion, und sie sah Kevin und AJ an, dass es ihnen nicht anders ging.
Nick presste die Lippen zusammen, er war ganz bleich geworden. Unterm Tisch hatten sie beide die Finger verschränkt und Shan drückte tröstend seine Hand. Zum Glück saß Nick mit dem Rücken zu diesem Grüppchen, man konnte ihm viel zu deutlich seine Gefühle ansehen.
"Wirklich schade, dass Akela bei den Kindern geblieben ist..." meinte Shannon leise in die Runde.
Die Jungs sahen auf und sie lächelte verschmitzt. Man konnte förmlich zusehen, wie sie sich ausmalten was Akela anstellen würde, ohne überhaupt bemerkt zu werden. Ein kleines Lächeln stahl sich um Nicks Mund.
"Wir könnten zu Hause anrufen... Der Wolf würde sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen..." schlug Kevin schmunzelnd vor, das Handy bereits in der Hand. AJ grinste und nickte.
Ausgerechnet diesen Moment suchte sich 'Bob' aus, zur Bar zu gehen und den kleinen Umweg, direkt an ihrem Tisch vorbei, zu machen, um nachzulegen.
"Hey, Carter! Händchenhalten unterm Tisch, ja? Willst du etwa sagen, du hast der Tussi da neben dir ein Baby gemacht? Das kannst du deiner Großmutter erzählen. Alle wissen doch, dass dus im Bett nicht bringst."
Nick zuckte merklich zusammen und Kevin sprang auf. "Nenn mein Mädchen noch ein Mal Tussi, du Arsch, und deine Mutter erkennt dich nicht wieder! Und lass, verdammt noch mal, Nick in Ruhe, oder...!"
"Meinst du etwa, ich hab Angst vor dem Backgroundsänger einer Boygroup?" Bob trat dichter an ihn heran.
"Das können wir gleich draußen klären, wenn du willst." Kevins Stimme wurde bedrohlich leise.
"Vergiss es, nachher verklagst du mich noch, weil ich dein hübsches Gesicht verschandelt hätte." Lachend ging Bob davon und auch am Nebentisch wurde gekichert.
"Woah, Kev, setz dich bitte..." AJ berührte Kevin am Arm, doch der reagierte nicht. In seinen Augen loderte grünes Feuer und seine Hände schlossen sich zu Fäusten.
"Kevin." sagte Shannon leise.
Er wandte zögernd den Blick von Bobs Rücken und sah sie an.
"Ich weiß, wie gern du ihn schlagen würdest... Überlass das mir, okay?" Ihr Blick sprach Bände.
Wiederstrebend sank Kevin auf seinen Stuhl zurück. "Okay... Soll ich zu Haus anrufen?"
Shan schüttelte den Kopf. "Das mach ich allein."
Mit diesen Worten stand sie auf und ging an Paris' Tisch hinüber.
Paris zuckte leicht zusammen, als Shans Schatten auf sie fiel. Unsicher sah sie zu Nicks Tisch hinüber, ob die Männer auch auf dem Weg zu ihr waren, aber alle drei saßen ruhig da und guckten nur zu ihr herüber.
Die Gespräche am Tisch erstarben, alle starrten Shannon an.
"Hallo Paris." Shan lächelte freundlich.
Am anderen Tisch stieß Nick AJ an. "Sie kocht vor Wut, merkst du das?"
AJ nickte ernsthaft. "Allerdings..."
"Ich hoffe für Paris, dass das Kleid, das sie trägt, nicht leicht entflammbar ist." meinte Kevin nüchtern.
Shan stand indessen ganz ruhig und nicht sonderlich furchterregend vor Paris, die sie misstrauisch musterte.
"Ich wollte dich bitten, deine Freunde zusammenzusuchen und zu verschwinden." kam Shan gleich auf den Punkt. "Ich denke, es reicht was Bob sagte. Vielleicht möchtest du ja unbedingt in die Presse, mit der Schlagzeile 'Backstreet Boy Kevin Richardson verprügelt Paris Hiltons Affaire', aber den Gefallen tun wir dir nicht. Nick hat dich nie geschlagen und würde dich auch nie schlagen. Kevin dagegen würde dich nur zu gerne übers Knie legen, aber seine Erziehung steht ihm im Weg. Und AJ möchte so wenig wie möglich mit dir zu tun haben..."
Shannon funkelte Paris an. "Ich jedoch, meine Liebe, werde ziemlich ungemütlich, wenn man versucht die Menschen zu verletzen, die ich mag. Und mir verbietet meine Erziehung nicht, dich das auch spüren zu lassen."
Paris' Mund klappte ein paar Mal auf und zu, dann schien ihr aufzufallen, dass sie wie ein gelber Südseefisch aussah dabei. Sie riss die Augen weit auf und blitzte Shannon mit ihnen an.
"Du drohst mir?!"
Shan lächelte auf sie herab. "Vielleicht hast du doch nicht nur Stroh im Kopf, das scheinst du ja zumindest verstanden zu haben. Haut ihr jetzt ab oder was?"
"Ich...! Wir...! NEIN!"
"Okay..." Shannon zuckte mit den Schultern. "Dann wundere dich nicht über gewisse... Missgeschicke." Sie drehte sich abrupt um und ging an ihren Tisch zurück.
Sofort brandete hinter ihr das Gespräch wieder auf, was ihr denn überhaupt einfiele und... Aber Shannon stellte die Ohren auf Durchzug und setzte sich neben Kevin, wo sie den Nachbartisch im Blick hatte, wenn sie das wollte, und rührte gleichmütig mit dem Strohhalm in ihrem Saft.
Nick, der still vor sich hingrinste, rückte mit seinem Stuhl herum und schob sich zwischen Kevin und AJ. Paris Tisch wurde zur Bühne und sie waren die - nicht ganz unbeteiligten - Zuschauer. Aber erst mal geschah nichts...
Nick rutschte unruhig und grinsend auf seinem Stuhl hin und her. "Shannyyyy? Sagst du mir bescheid, wann? Ich will keine Sekunde verpassen."
"Hmhm, kann ich machen." Shan warf ihm einen belustigten Seitenblick zu.
Bob kam an Paris' Tisch zurück, beladen mit einem Tablett voller Chips, Saft, Bier, Cocktails und härteren Dingen. Sie hörten ihn fragen, was denn los sei, was die Aufregung sollte. Doch bevor er eine Antwort bekam, sagte Shannon einfach: "Jetzt."
Eins der Cocktail-Gläser kippte plötzlich von seinem Stiel herunter und fiel zur Seite. Bunte Flüssigkeit schwappte über den Tablettrand und Bob versuchte, mit einer schnellen Bewegung, das Ganze zurück ins Gleichgewicht zu bringen. Ein schwerer Fehler, denn jetzt kippte alles und das Tablett klappte herum, mitten auf den Tisch... Innerhalb von Sekundenbruchteilen erklang lautes Scheppern und Klirren, das Zerschellen von Glas auf Holz und Fliesen. Klebrige Nässe spritzte in alle Richtungen und traf einen Großteil der Gruppe, die fluchend aufsprang und versuchte Shirts, Röcke, Hosen und Kleider in Sicherheit zu bringen. Aber es war zu spät, keiner kam trocken davon.
Plötzlich herrschte Stille. Irgendjemand hatte die Musik abgestellt und sämtliche Gespräche waren verstummt. Alles sah ungläubig hoch zu dem Tisch, von dem der Lärm gekommen war.
Paris stand japsend an ihrem Platz, irgendwas kaltes lief ihr über den Schoß und an den Beinen hinunter. Und das deutlich sichtbar, denn was auch immer es war, es hinterließ grüne Spuren auf ihr.
Einige Leute fielen bei dem Anblick in Nicks haltloses Kichern ein, und wenig später lachte der halbe Club.
Entsetzt starrte Paris Shannon an, die den Blick ruhig erwiderte.
"Du... Das warst du..." formten ihre Lippen fassungslos.
"Aye, das war ich." erwiderte Shannon leise. "Und das war erst der Anfang, wenn du nicht aufhörst mit deinen Spielchen. Stell dir nur vor, wie peinlich das wäre, bei einer Präsentation für einen Werbekunden plötzlich die falschen Haare zu verlieren? Überleg dir gut, was du tust und mit wem." Shannon hob ihr Glas und prostete Paris zu.
Mit einem erstickten Laut griff sich Paris ihr Handtäschchen und eilte zum Ausgang, ihre Freunde hinterdrein.
Nick hielt sich den Bauch vor Lachen, er hatte die langen Beine von sich gestreckt um nicht vom Stuhl zu fallen.
AJ wischte sich über die Augen und prustete. "Huuuh... huuuuuh... Das kommt davon, wenn man die erste Regel missachtet... 'Mach Shannon nicht wütend!'"
Kevins helles Lachen mischte sich in Nicks atemloses Glucksen. "Oh, sie hat mehr als eine gebrochen..."
"Welche... welche denn noch?" wollte AJ kichernd wissen.
"Regel 2: 'Wenn du Regel 1 verletzt hast, nimm die Beine in die Hand!'" Lachend zog Kevin seine sehr zufrieden wirkende Frau an sich.

 

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